Beseelte Landschaft – Inszenierungen

Robert Zünd und die Fotografie seiner Zeit

Esther van der Bie – Istvan Balogh, Fotografie

5. September bis 3. November 2002

„Man hat nicht das Gefühl, dass man im Walde ist, man sieht nur, dass da ein Wald gewissenhaft bis ins Kleinste abgemalt worden ist. Aber das gibt mir schliesslich eine gleich grosse Photogaphie noch viel, viel besser; sie liefert mir mit Haarschärfe alle Details .“(Arnold Böcklin)

Bereits in seiner Zeit wurde die Nähe zur Fotografie in den Werken des Luzerner Malers Robert Zünd (1827–1909) festgestellt – mit unterschiedlicher Wertschätzung. Das Werk fasziniert durch seine naturnahe Präzision in Verbindung mit einer romantischen Auffassung. Inwiefern sich Zünd tatsächlich selber mit Fotografie beschäftigt hat, ist nicht zu belegen, wohl aber der von der Fotografie geprägte Blick:

Um Inszenierung und Realität, um Unterschwelliges und Wirkliches, Natürliches und Künstliches geht es in den neuen fotografischen Werken von Esther van der Bie (*1962) und Istvan Balogh (*1962). Das Nebeneinander aktueller Kunst mit der Malerei des 19. Jahrhunderts verspricht neue Einblicke und Einsichten in die Werke aller drei KünstlerInnen.