1150 Jahre Martin Mele

25.06.–10.07.11

Für eine Woche ver­wan­delt Martín Mele (*1960) das Trep­pen­haus des Kunst­hau­ses in ein offe­nes Ate­lier. Wie seine Instal­la­tion über die ver­schie­de­nen Stock­werke wächst und wuchert, lässt sich lau­fend mit­er­le­ben. Klapp­stühle, Vasen, Fla­schen, Regen­schirme und immer wieder Koffer – Strand­gut, das aus den Haus­hal­ten an die Stras­sen­rän­der und in die Bro­cken­häu­ser gespült wurde, ist sein Werk­stoff. Martín Mele hat ein feines Gespür für die skulp­tu­ra­len Qua­li­tä­ten ein­fa­cher, aus­ge­mus­ter­ter Dinge. Er schöpft aus dem, was er vor Ort findet, sam­melt Sperr­müll und Trödel und ver­bin­det die hete­ro­ge­nen Gegen­stände nach dem Prin­zip Rea­dy­made zu drei­di­men­sio­na­len Col­la­gen. Oft werden sie von Kle­be­bän­dern in einem pre­kä­ren Gleich­ge­wicht zusam­men­ge­hal­ten. Seine fan­tas­ti­schen Plas­ti­ken und Instal­la­tio­nen ver­wei­sen mit sub­ti­lem Witz auf das Absurde und Ver­geb­li­che, auf sein noma­di­sches Künst­ler­da­sein und per­sön­li­che Erin­ne­run­gen, aber auch auf solche aus Gesell­schafts- und Kunstgeschichte.

Martín Mele, Ausstellungsansicht Kunsthaus Langenthal, 2011

Impressionen

25.06.11
12:00