es

Sabian Bau­mann, Gitte Schä­fer, Fran­cisco Sierra

03.09.–01.11.09

Unterm Bett, im dunk­len Wald, in Objek­ten und Figu­ren lauern kol­lektive Träume, per­sön­li­che Abgründe, Ängste und Sehn­süchte. Anhand dreier ver­schie­de­ner künst­le­ri­scher Posi­tio­nen the­ma­ti­siert „es“ das Unbe­wusste und die kul­tu­relle Prä­gung der Gesell­schaft. „es“ greift einen zen­tra­len Begriff der Psy­cho­ana­lyse auf und ver­weist auf einen Thril­ler von Ste­phen King sowie auf das für die deut­sche Spra­che spe­zi­fi­sche Neutrum.
Sabian Bau­mann (CH *1962) unter­sucht in Zeich­nun­gen und Instal­lationen Kate­go­rien wie Geschlecht, Alter, soziale Her­kunft, Mode, Sexua­li­tät und Iden­ti­tät, indem Ste­reo­type aus Kul­tur­ge­schichte, Wer­bung und Kunst auf­ge­grif­fen und kri­tisch hin­ter­fragt werden. Für „es“ schafft Sabian Bau­mann eine neue Arbeit aus unge­brann­tem Ton.
Indem Gitte Schä­fer (D *1972) gefun­dene Deko­ra­ti­ons­ge­gen­stände, Möbel­chen und Bilder einer­seits als Vor­lage, ande­rer­seits als Aus­gangsmaterial für neue Arran­ge­ments, Installa­tionen und toll­kühne Kom­bi­na­tio­nen ver­wen­det, spielt sie mit dem kul­tu­rel­len Gedächt­nis. Sie ent­wi­ckelt für die Aus­stel­lung neue Assemblagen.
Fran­cisco Sierra (CH *1977) malt in fast alt­meis­ter­li­chem Stil sur­reale Fan­ta­sie­wel­ten, die zwi­schen Lieb­lich­keit und Grauen chan­gieren. Seine Figu­ren, Por­träts, Land­schaf­ten und Still­le­ben zitie­ren die Kul­tur­ge­schichte, spie­len mit puber­tä­ren Refle­xen und irri­tie­ren durch Scham­lo­sig­keit und Infan­ti­li­tät bei gleich­zei­ti­ger Abgründigkeit.

Sabian Baumann, o. T., 2007, Foto: Anja Burse

02.09.09
19:00

Publikation

Francisco Sierra. A Parallel Universe

Mit einem Text von Fanni Fetzer und einem Inter­view von Rein­hard Spie­ler mit Fran­cisco Sierra

52 Seiten, deutsch/englisch
Kunst­haus Lan­gen­thal und Wil­helm-Hack-Museum, Lud­wigs­ha­fen am Rhein, 2009

CHF 25.– + Versandkosten