Wil­helm Felber

Gute Zeiten schlechte Zeiten

25.02.–29.03.09

Wil­helm Felber (1918–2007) fokus­sierte auf die Men­schen und das Leben. Für die Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner der Region Lan­gen­thal hielt er die beson­de­ren Momente im Leben fest, rich­tete seine Kamera aber immer auch auf den Alltag, das Zuhause und die Arbeit. Unter­wegs in den Schwei­zer Bergen, auf dem Rhein und in Süd­eu­ropa fer­tigte er Repor­ta­gen, die sein sozia­les Enga­ge­ment und seine Neu­gier spie­geln. Stets suchte er neue, unge­wohnte Blick­win­kel, und seine sen­si­blen Por­träts zeigen eine über­ra­schende psy­cho­lo­gi­sche Tiefe.

Trotz hohem Anspruch ver­stand Wil­helm Felber seine Foto­gra­fien nicht als Kunst und stand einer Prä­sen­ta­tion kri­tisch gegen­über. Zahl­rei­che Auf­trags­fo­to­gra­fien und Repor­ta­gen seit den späten 1930er-Jahren zeigen jedoch die Sen­si­bi­li­tät und Krea­tivität des Foto­gra­fen, seine immer­wäh­rende Suche nach eige­nen, leben­di­gen und lebens­na­hen Bil­dern. Der foto­gra­fi­sche Nach­lass galt als weit­ge­hend ver­nich­tet, das Kunst­haus Lan­gen­thal kann nun aber einen Schatz heben, der die Bedeu­tung des Foto­gra­fen erst­mals in ganzer Breite zeigt.

Wilhelm Felber, Selbstportrait, um 1990

24.02.09
19:00